Tenbagger – wie findet man Aktien mit explosionsartigem Wachstum?

Unter einem “Tenbagger” versteht man eine Aktie, deren Wert sich in vergleichsweise kurzer Zeit verzehnfacht. Aber wie findet man Unternehmen mit so enormem Kurswachstum? Wir haben die wichtigsten Dos und Don'ts für Sie zusammengetragen!

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Begriff Tenbagger stammt vom berühmten Fondsmanager Peter Lynch und bezeichnet Aktien, die ihren Kurs verzehnfachen
  • Die Suche nach solchen Titeln ist schwierig. Es gibt keine Erfolgsgarantie
  • Die Aktien verbindet eine Reihe von Gemeinsamkeiten, die bei der Suche helfen können

Was ist ein “Tenbagger”?

Beim aktiven Trading wollen Händler ihre Aktien nur vorübergehend halten, um Gewinne zu erzielen. Dank der Möglichkeit, Leerverkäufe zu nutzen, gelingt dies unabhängig von steigenden oder fallenden Börsenkursen (Bulle und Bär). Aber für langfristige Anleger ist dieses Vorgehen ungeeignet. Sie wollen Unternehmensanteile lange halten und möglichst großes Kurswachstum sehen!

Ein Tenbagger ist ein besonders lukratives Wertpapier und für Investoren perfekt: Es hat seinen Wert seit dem Kauf verzehnfacht, also eine Rendite von mindestens 1000 % erzielt! Der Begriff lässt sich mindestens bis ins Jahr 1989 zurückverfolgen. 

Peter Lynch, der Manager des extrem erfolgreichen “Fidelity Magellan Fund”, prägte die Bezeichnung in seinem Buch “One up on Wall-Street” - ein absolutes Standardwerk für Value-Investoren. Wer der Value-Strategie folgt, versucht, den realen Wert einer Aktie zu erfassen und seine Handelsentscheidungen davon abzuleiten. 

Dabei hat ein Tenbagger nichts mit zehn Taschen, Beuteln oder ähnlichem zu tun: “Bag” steht hier umgangssprachlich für die Base (Laufmal) im Baseball! Lynch, ein großer Fan der Sportart, nutzt die Bezeichnung für einen besonders gelungenen Schlag, bei dem ein Team insgesamt 10 Bases abläuft und somit die maximale Punktzahl erzielt. 

Auf Aktien bezogen steht die Bezeichnung für explosionsartiges Wachstum. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um eine Verzehnfachung handeln; auch kleinere oder größere Steigerungen erhalten oft diesen Titel. 

Derart erfolgreiche Unternehmen sind jedoch äußerst selten. Im Russell-3000-Index, der 98 Prozent aller US-Aktien enthält, erreichten lediglich 3,3 Prozent der Firmen den Status (Betrachtungszeitraum: 2013 bis 2023)!  

Zu beachten ist außerdem, dass es stark auf das betrachtete Zeitfenster ankommt. Eine Aktie, die ihren Kurs zum Beispiel über 30 Jahre hinweg verzehnfacht, wäre theoretisch ebenfalls ein Tenbagger. 

Für ein solches, eher gemächliches Wachstum würde man jedoch kaum die Bezeichnung verwenden! Ein gewisses Tempo ist also erforderlich. Eine Größenordnung von zehn Jahren oder weniger hat sich daher unter vielen Anlegern etabliert. 

Value-Investing und Tenbagger

Der Begriff Tenbagger ist heute nahezu jedem Investor bekannt. Die Suche nach solchen besonders lukrativen Titeln treibt Anleger mit unterschiedlichsten Strategien an; ursprünglich stammt der Begriff jedoch speziell aus dem Bereich des Value-Investing. 

Dabei handelt es sich um eine bewährte Strategie für langfristige Aktien-Investments, bei der die fundamentale Wertpapieranalyse zum Einsatz kommt. Der US-Wirtschaftswissenschaftler Benjamin Graham entwickelte dieses Konzept zu Beginn des 20. Jahrhunderts und unterrichtete unter anderem Warren Buffett, den zweifellos bekanntesten Value-Investor. 

Die Fundamentalanalyse zielt darauf ab, den realen (oder “fairen”) Wert einer Aktie zu finden. Dazu untersucht man ein Unternehmen auf Herz und Nieren und versucht, ein realistisches Bild von der wirtschaftlichen und finanziellen Lage, den Chancen und Risiken zu gewinnen. 

Anschließend vergleicht man das Ergebnis dieser Analyse mit dem aktuellen Kurs der Aktie. Wird diese für weniger gehandelt, liegt eine Unterbewertung vor und es empfiehlt sich ein Kauf. Umgekehrt sollte ein Value-Investor die Finger von Aktien lassen, deren Kurs über ihrem fairen Wert liegt. 

Auch Verkaufsentscheidungen lassen sich auf diese Weise treffen: Sollte die fundamentale Wertpapieranalyse ergeben, dass sich die Aussichten eines Unternehmens zum Schlechteren verändert haben, kann der Verkauf erfolgen. 

Generell zeichnet sich die Strategie aber durch eher lange Anlagezeiträume aus. Grund ist unter anderem die Tatsache, dass die als geeignet identifizierten Unternehmen über viele Jahre oder gar Jahrzehnte wachsen. Value-Investoren möchten dieses Wachstum nutzen und hoffen, dass sich die Aktien verzehnfachen - oder mehr! 

Obwohl die Value-Strategie in den letzten Jahren stark an Beliebtheit eingebüßt hat (“Momentum-”, “Quality-” und “Growth-Investing” haben der Vorgehensweise aufgrund deutlich besserer Ergebnisse den Rang abgelaufen), ist der Begriff Tenbagger nach wie vor in aller Munde und hat sich längst im gesamten Finanzwesen etabliert. 

Historische Tenbagger

Ein Blick auf die Firmen, die in der Vergangenheit den Titel errungen haben, kann helfen, Gemeinsamkeiten zu finden. Dazu zählen zum Beispiel eine sehr hohe Kapitalrendite, großer Marktanteil und oft auch Dividenden, die kontinuierlich wachsen.

1. London Stock Exchange Group

Die London Stock Exchange Group betreibt die Londoner Börse und zahlreiche Finanzinformationsdienste. Dazu zählt auch FTSE Russell, welches ETF-Anlegern als Herausgeber zahlreiche Indizes bekannt sein dürfte. Das Londoner Unternehmen ist zudem an zahlreichen anderen, internationalen Börsen beteiligt. 

Die London Stock Exchange Group besteht in der aktuellen Form seit 2007. Zuvor war sie seit 2001 als London Stock Exchange plc. an der Börse gelistet. Betrachtet man die Kursentwicklung seit 2001 bis heute, ergibt sich ein Wachstum von unglaublichen 2.600 Prozent, sodass die Aktie die Definition eines Tenbaggers zweifellos erfüllt. 

2. Apple

Das US-Unternehmen Apple bedarf kaum einer Vorstellung. Seine Produkte finden sich heute in den Büros, Taschen oder an Handgelenken Millionen von Menschen weltweit. Auch die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte hinter der Firma ist längst bekannt: Apple ist heute das wertvollste Unternehmen der Welt. 

Seit seiner ersten Listung an der Börse in den 80er Jahren hat die Aktie eine massive Steigerung gezeigt. Insgesamt 193.000 Prozent legte das Wertpapier seither zu! Derartige Zahlen sind nahezu unmöglich zu erfassen; etwas besser verständlich ist die Dauer für die letzte Verzehnfachung: Apple hat zuletzt weniger als 12 Jahre gebraucht (Stand: Dezember 2023), um seinen Wert erneut zu verzehnfachen. 

3. Netflix

Der US-Streaming-Service Netflix begann als Versanddienst für DVDs, bevor mit dem Umstieg auf Streaming massives Wachstum einsetzte. Das Unternehmen ist heute in nahezu jedem Land der Erde vertreten und verfügt über eine riesige Kundenbasis. 

Auch hier ist das Kurswachstum seit der ersten Börsenlistung gewaltig: bis zum vorläufigen Höhepunkt im September 2021 stieg der Preis um mehr als 56.000 Prozent! Eine Verzehnfachung gelang zum Beispiel von 2014 bis 2021, also in weniger als sieben Jahren. 

Lohnt sich die Suche?

Tenbagger faszinieren Anleger seit jeher. Sie gelten als “heiliger Gral” des Aktien-Investments. Dementsprechend intensiv betreiben einige Investoren die Suche nach solchen Titeln. Aber ist das überhaupt sinnvoll?

Peter Lynch würde auf diese Frage wohl mit “eher nicht” antworten. Er sieht das Finden solcher Aktien nicht als eigenständiges Ziel, sondern als eine Art Belohnung für die gute Umsetzung der Value-Investing-Strategie. 

In Geschäftsmodelle investieren, mit denen wir uns auskennen, langfristig denken und Firmen vor dem Kauf auf Herz und Nieren prüfen sind, laut Lynch, die Eckpfeiler eines erfolgreichen Aktien-Investments. 

Wer diesen Regeln folge, findet möglicherweise dennoch nie einen Tenbagger, sei aber langfristig erfolgreich, so der Börsenguru. Diese Aussage deckt sich auch mit der statistischen Wahrscheinlichkeit eines Tenbaggers: da diese nur sehr selten auftreten, ergibt es keinen Sinn, zu viel Energie in die Suche zu stecken.

Umso wichtiger ist das Finden hervorragender Aktien für das eigene Portfolio. Sie bilden die Grundlage für den langfristigen Erfolg beim Value-Investing und sind ohnehin die wahrscheinlichsten Kandidaten für einen Tenbagger!

Darauf sollten Sie achten

Bei der Suche nach besonders lukrativen Titeln müssen Sie eine vergleichsweise große Anzahl von Aktien untersuchen, um die passenden Titel für Ihr Portfolio zu entdecken. Dabei können Sie schnell an die Grenzen Ihres Brokers gelangen!

Viele Anbieter führen nur einige tausend Aktien, von denen nur ein Bruchteil die Voraussetzungen für eine mögliche Verzehnfachung erfüllen. Unter diesen Kandidaten wiederum schaffen es nur wenige, dieses Potenzial auch tatsächlich zu nutzen. 

Für Value-Investoren und alle, die aktiv auf der Suche nach einem Tenbagger sind, ist daher die Aktienauswahl das A und O! Achten Sie dabei auch auf die Anzahl der verfügbaren Handelsplätze Ihres Brokers und das Gebührenmodell. Beide Aspekte können schnell für hohe Kosten beim Einkauf sorgen. 

Obwohl man Annehmen könnte, dass ein Tenbagger eine einmalige Anschaffung darstellt und die Gebühren daher weniger ins Gewicht fallen, sieht die Realität anders aus: Anleger kaufen sehr häufig weitere Anteile, sobald sich abzeichnet, dass ein Unternehmen weiter wächst. 

Das kann CapTrader:

Mit mehr als 1,2 Millionen Wertpapiere an über 150 Börsen weltweit ist CapTrader Ihr starker Partner bei der Suche nach Tenbaggern! Haben Sie einen aussichtsreichen Kandidaten gefunden, ist der US-Aktienkauf schon ab 0,01 $ (Minimum 2,00 $) möglich!

So finden Sie Tenbagger

Das explosionshafte Wachstum dieser Aktien ist für Anleger natürlich äußerst attraktiv. Leider gibt es keine zuverlässige Möglichkeit, solche Titel zu entdecken. Grund ist unter anderem die extreme Seltenheit und der hohe Aufwand, der für die Analyse notwendig ist. 

In Anbetracht der vielen verfügbaren Aktien ist es unmöglich, diese manuell zu untersuchen. Um künftige Gewinner zu entdecken, ist zunächst eine Vorauswahl zu treffen. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. 

Sie können zum Beispiel gezielt einen Wirtschaftsbereich wählen, mit dem Sie sich gut auskennen. Auch Tenbagger-Guru Peter Lynch empfiehlt, ausschließlich in Geschäftsmodelle zu investieren, die Sie selbst verstehen. 

Sind Sie etwa in der Softwareentwicklung tätig, wäre es sinnvoll, Ihr Fachwissen zu nutzen und Firmen in dieser Branche zu untersuchen. Arbeiten Sie in einem “klassischen Bürojob” ist die digitale Transformation vielleicht Ihr Fachgebiet. Möglicherweise haben Sie auch ein Hobby oder sonstige Verbindung zu einem Feld, die Sie nutzen können. 

Eine andere Möglichkeit sind Webseiten, Magazine und andere Tippgeber. Es mangelt nicht an Listen mit möglichen Tenbaggern, die von verschiedenen Herausgebern zusammengestellt werden. Hier könnten Sie ebenfalls Kandidaten für eine weitere Analyse finden. 

Analyse: Quantitative Aspekte

Haben Sie ein Unternehmen ins Auge gefasst, können Sie mit der Analyse der wichtigsten Kennzahlen beginnen. Hierfür gibt es verschiedene Ansätze; wir wollen Ihnen im Folgenden die Aspekte vorstellen, die der “Erfinder” der Tenbagger-Aktien, Peter Lynch, für besonders bedeutsam hält. 

1. Kurs-Gewinn-Verhältnis

Das KGV einer Aktie ist eine bekannte Maßeinheit, die oft im Rahmen von sehr allgemeinen Tipps (“KGV sollte besser als X sein”) zum Einsatz kommt. Peter Lynch macht jedoch keine generellen Angaben dazu, was ein gutes oder schlechte Kurs-Gewinn-Verhältnis ist. Stattdessen empfiehlt er den Vergleich mit anderen Unternehmen. 

Ein mögliches Zeichen für eine Verzehnfachung sei ein KGV, das unter dem Branchendurchschnitt liegt. Außerdem sollte das Kurs-Gewinn-Verhältnis unter dem Fünfjahresdurchschnitt des Unternehmens liegen. 

2. Gewinn pro Aktie

Eine weitere wichtige Kennzahl ist für Lynch der Gewinn pro Aktie (EPS, “Earnings per Share”). Er kommt zustande, wenn wir den Gewinn des Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien teilen. 

Hierbei ist jedoch nicht der Gewinn pro Aktie in absoluten Zahlen interessant, sondern die Entwicklung dieses Werts! Peter Lynch betrachtet dazu das EPS-Wachstum über fünf Jahre. Das Ergebnis sollte hoch, aber nicht über 50 % liegen. Denn ein zu starker Anstieg könnte Konkurrenten auf den Plan rufen. 

Haben andere Firmen ein besonders attraktives Geschäftsmodell erkannt, könnten Sie auf den Markt drängen und dem Unternehmen, dass ein Tenbagger werden soll, Probleme bereiten. Ein zu intensives Wachstum ist daher ebenfalls ein Warnsignal für Lynch. 

Qualitative Betrachtung

Um Tenbagger zu finden, genügt es nicht, nur die “harten Fakten” zu betrachten. Neben den Kennzahlen ist auch ein Blick auf qualitative Merkmale wie den Zustand der Branche, die Marktmacht des Unternehmens oder die Innovationsrate zu achten. Peter Lynch betrachtet dazu folgende fünf Aspekte: 

1. Neue Technologie

Innovation treibt nicht nur unseren Fortschritt als Gesellschaft, sondern auch den Aktienmarkt. Es ist daher kaum verwunderlich, dass auch Tenbagger (fast) immer durch neue Technologien so erfolgreich sind. 

Peter Lynch nimmt hier jedoch eine wichtige Einschränkung vor: Neue Technologien müssen keineswegs High-Tech-Produkte sein! Wichtiger ist, dass es für die Innovationen eine breite Kundenbasis gibt, sie leicht für neue Nutzer zugänglich sind und einen tatsächlichen Mehrwert bieten/die Menschen sie auch tatsächlich einsetzen. 

Von den drei vorgestellten Tenbaggern fallen Apple (iPhone, iPod, iPad …) und Netflix (Filme und Serien via Internet) ganz klar in den Bereich "neue Technologie". Aber auch die London Stock Exchange hat durch technische Modernisierung seit je her eine breite Nutzerbasis (Anleger und Trader) überzeugt. 

2. Gesellschaftliche Megatrends

Klimawandel, künstliche Intelligenz, digitale Transformation … gesellschaftliche Megatrends formen und beeinflussen Menschen rund um die Welt. Ein Großteil der besonders erfolgreichen Aktien ist genau in solchen Bereichen aktiv und treibt diese Trends voran oder hat sie sogar gestartet. 

Ein potenzieller Tenbagger muss jedoch keineswegs an der Gestaltung solcher Trends beteiligt sein; es genügt schon, wenn das Unternehmen direkt von diesen Entwicklungen profitiert oder seine Produkte für einen solchen Wandel notwendig sind. 

Wichtig ist zudem die Unterscheidung zwischen echten Megatrends und kurzfristigen Fads. So waren zum Beispiel MP3-Player wie Apples erfolgreicher iPod auf den ersten Blick nur eine vorübergehende Phase; der dahinterstehende Megatrend ist jedoch der Wandel in der Art, wie Menschen Musik und andere Medien konsumieren: weg von linearer Übertragung und persönlichen Besitz, hin zu Streaming und On-Demand-Angeboten. 

Investoren hätten die Bedeutung dieses Trends leicht unterschätzen und auf Apple verzichten können. Eine umfassende Kenntnis des Medien- und Technologiesektors war erforderlich, um die Breite dieser Entwicklung zu erfassen. Dieses Beispiel belegt einen anderen, wichtigen Tipp von Peter Lynch sehr gut: Investieren Sie nur in Bereiche, die Sie auch verstehen!

3. Rechtliche Rahmenbedingungen

Das moralisch-ethische Verständnis der Menschheit entwickelt sich ständig weiter - und mit ihm auch die Gesetzgebung und Vorgaben von staatlicher Seite! So hat sich zum Beispiel die öffentliche Meinung zum Thema Rauchen massiv verändert und restriktive neue Gesetze in zahlreichen Ländern hervorgebracht. 

Ein Tabakunternehmen ist daher kein idealer Kandidat für einen Tenbagger, da der politische Gegenwind für Probleme sorgen könnte. Auch verwandte Bereiche, wie etwa Tabakalternativen oder Cannabis-Unternehmen, sind vor diesem Hintergrund nur schwierig zu bewerten.

Andere Bereiche, wie etwa erneuerbare Energien, profitieren stark von einem allgemeinen Interesse, das sich auch in förderlicher Gesetzgebung widerspiegelt. Ein Tenbagger muss nicht zwangsläufig rechtliche Unterstützung erfahren; die aktuellen Gesetze sollten das Unternehmen aber zumindest nicht behindern. 

4. Neue Produkte

Ein hervorragendes Signal für einen möglichen Tenbagger ist das Angebot neuer Produkte, welche die gesellschaftlichen Megatrends bedienen. Die Nachfrage, die im Rahmen dieser globalen Entwicklungen entsteht, kann einem Unternehmen zum notwendigen, explosionsartigen Wachstum verhelfen.

So hat Apple mit seinem iPhone - damals ein neues Produkt - den Megatrend Smartphone überhaupt erst geschaffen. Anschließend hat man die resultierende Nachfrage bedient und den Aktienkurs so vervielfacht. 

Dabei ist zu beachten: Ein Unternehmen muss nicht nur ein neues Produkt anbieten, sondern auch in der Lage sein, Produktion und Marketing zu skalieren! Nur, wenn es die Nachfrage auch bedienen kann, ist es möglich, den neuen Markt vor der aufkommenden Konkurrenz einzunehmen. 

Die dafür nötige Infrastruktur kann kleine Unternehmen schnell vor erhebliche Probleme stellen. Auf der Suche einer Verzehnfachung können daher kleine Firmen oder Start-ups oft enttäuschen - selbst, wenn sie ein scheinbar herausragendes Produkt vermarkten!

5. Interesse von anderen Investoren

Wenn Anleger versuchen, solche Titel zu finden, analysieren sie oft sehr obskure Aktien. In vielen Köpfen hat sich die Idee festgesetzt, dass nur unbekannte Unternehmen ein solches Wachstum zeigen könnten. 

Tatsächlich ist aber das Gegenteil der Fall: Tenbagger sind selten Geheimtipps, sondern fast immer etablierte Firmen mit bereits mehrjähriger Erfolgsgeschichte! Diese Firmen weisen deutlich weniger unbekannte Größen auf, sodass uns die Analyse leichter fällt und belastbare Ergebnisse liefert. 

Kaum ein Indikator sagt mehr über das Potenzial aus, als das Interesse anderer Investoren. Da potenzielle Tenbagger keine Geheimnisse sind, sollten Sie durchaus die Tipps anderer Anleger beachten. 

Ein hohes Interesse zeigt sich darüber hinaus auch an den Handelszahlen, Prognosen von Analysten und der Anzahl an Aktien-Portalen und -Magazinen, die sich mit dem Wertpapier befassen. 

Fazit: Tenbagger-Suche lässt sich optimieren, aber Erfolg nicht garantieren

Tenbagger sind Aktien, die ihren Wert in relativ kurzer Zeit mindestens verzehnfachen. Dieses enorme Wachstum ist eine absolute Ausnahmeerscheinung an den Börsen. Dementsprechend schwierig ist es, solche Titel zuverlässig zu entdecken. 

Der Erfinder des Begriffs, Börsenguru Peter Lynch, hat jedoch in seinen Büchern einige hilfreiche Tipps zusammengetragen, mit denen sich ein solcher Gewinner frühzeitig identifizieren lässt. 

Solche Unternehmen zeichnen sich durch den Einsatz neuer Technologien und neuer Produkte aus, mit denen sie gesellschaftliche Megatrends (mit-)prägen und die entstehende Nachfrage bedienen. Dabei profitieren sie fast immer von günstigen, rechtlichen Rahmenbedingungen. 

Zudem zeigen auch andere Investoren ein Interesse an solchen Aktien. Sie sind also selten echte Geheimtipps, für die sie einige Anleger gern halten. In der Regel weisen sie bereits eine stattliche Erfolgsgeschichte auf. 

Trotz aller Tipps und Tricks gibt es keine Garantie, dass Sie auch tatsächlich einen Tenbagger finden. Das macht aber nichts: Die Analyse, die Sie bei der Suche durchführen müssen, hilft Ihnen, hochwertige Aktien für Ihr Portfolio zu finden. Selbst, wenn Sie nie eine Verzehnfachung unter Ihren Aktien sehen, kommt die Arbeit Ihrer Rendite zugute!

FAQ - Häufig gestellte Fragen zu Tenbagger Aktien

1. Was ist eine Tenbagger-Aktie?

Tenbagger sind Unternehmensanteile, die ihren Wert in einem überschaubaren Zeitraum verzehnfachen konnten. Solche Titel sind extrem lukrativ, aber nur schwer zu finden. Der Begriff kommt aus dem Value-Investing, wird aber auch in anderen Bereichen genutzt.

2. Was ist eine Twobagger-Aktie?

Twobagger sind Aktien, deren Wert sich in relativ kurzer Zeit verdoppelt hat. Anders, als die bekannten Tenbagger (Verzehnfachung des Preises), sind Twobagger vergleichsweise häufig zu finden – besonders unter jungen Unternehmen ist die Zahl hoch.

3. Wie viele Tenbagger gibt es?

Je nach betrachtetem Aktienindex schwankt die Anzahl an Tenbagger-Titeln. Der US-Aktienmarkt (dargestellt durch den Russell-3000-Index) weißt etwa 3,3 Prozent Tenbagger über einen Betrachtungszeitraum von zehn Jahren auf.

4. Wie findet man einen Tenbagger?

Tenbagger haben, laut Peter Lynch, ein KGV unter dem Branchendurchschnitt und hohes EPS-Wachstum über fünf Jahre. Sie nutzen neue Technologien und Produkte, um gesellschaftliche Megatrends zu bedienen und haben gute rechtliche Rahmenbedingungen.

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